Um uns herum ist Wasser, wir bestehen hauptsächlich aus Wasser und wir brauchen (trinkbares) Wasser zum Überleben.
Gute Gründe, damit verantwortungsvoll umzugehen. Aber wieviel Wasser verbraucht man denn nun? Das kann man auf der Seite Water Footprint herausfinden, und natürlich noch viel mehr, z.B., dass 140 l Wasser drauf gehen, bis eine kleine Tasse Kaffee trinkfertig auf dem Tisch steht.
So, und wieviel Wasser verschwendet ihr jetzt so im Laufe eines Jahres? Los, raus damit.
Sparen, oder besser gesagt, mit vorhandenen Ressourcen ökonomisch umgehen, kann man in allen Lebensbereichen. Man muss nur die richtigen Ideen haben.
Wie z.B. die niederländische Agentur SPRANQ creative communications, die eine neue Schrift für mehr Buchstaben mit weniger Tinte erfunden hat.
Beim Ecofont handelt es sich um eine Schrifttype, die mit 20 Prozent weniger Tinte auskommt und trotzdem gut lesbar ist.
Ist sowas teuer? Mitnichten, die Schrift ist sogar kostenlos herunterladbar, und zwar hier.
Studenten der Hochschule Augsburg haben im Rahmen eines studentischen Projekts zum Themengebiet Ökologie und Klimawandel einen Kurzfilm gedreht:
Ein Ehepaar in seinem Schrebergarten beginnt zu philosophieren: woher kommen eigentlich die ganzen Dinge um uns herum? Ausgehend vom elektrischen Hähnchengrill verfolgen wir mit ihnen die verschiedenen Produktions- und Wirkungsketten von alltäglichen Produkten zurück.
Der vierminütige Film Unsere kleine Welt verdeutlicht auf rasante und ironische Art den hohen Vernetzungsgrad unserer Welt sowie unsere Rolle darin. Auf unterhaltsame, undogmatische Weise regt er an, Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln zu suchen.
Der Film ist sehenswert und hat leider bisher noch viel zu wenig Zuschauer z.B. auf Youtube erhalten, deshalb: verbreitet ihn weiter.
Persönlich rege ich mich in letzter Zeit tatsächlich mehr und mehr darüber auf, dass wir z.B. in den Supermärkten Bioobst und -gemüse aus fernen Landen angeboten bekommen. Was ist daran noch Bio und kann man solchen Marken tatsächlich trauen? In der Wirtschaft, selbstverständlich auch in der Lebensmittelwritschaft, geht es schliesslich vorrangig um Gewinnmaximierung und Co. Woher sonst rühren die Lebensmittelskandale in der Vergangenheit, wenn nicht durch Leute mit vielen Dollars in den Augen.
Natürlich ist das nur ein Teilaspekt, aber irgendwo muss man doch anfangen. Warum nicht bei den saisonal erwerbbaren Produkten aus der Region? Was meint ihr?
Wer regelmäßig die Sendung “Planet Wissen” verfolgt, kennt sie vermutlich bereits: die Aktion Apfelblütenland. Im vierten Jahr sind Zuschauer und User wieder aufgefordert, die Apfelblüte in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Die gesammelten Informationen werden Klimaexperten für die Forschung zur Verfügung gestellt. Die Apfelblüte ist so wichtig, weil sie den Beginn des Frühlings markiert. Zudem lassen die erhobenen Daten Rückschlüsse auf klimatische Veränderungen zu. Wer über eine Digitalkamera verfügt und die Aktion unterstützen will, findet hier eine Anleitung, was zu tun ist.
Ach ja: Die schönsten Fotos werden in der Galerie gezeigt.
Man nehme eine wasser- und wurzeldichte Unterschale, pflanze verschiedene Moossorten* darauf und lege sich diese sehr angenehm zu betretende Matte vor die Badewanne oder Dusche. Das Moos wird durch das vom Körper abtropfende Wasser (und ich nehme an, durch die sowieso höhere Luftfeuchtigkeit im Nassraum) ausreichend versorgt und gedeiht prächtig.
Diese Badematte muss man niemals staubsaugen oder ausschütteln, allenfalls ab und zu Haare absammeln, denke ich. Eco-Chic as it’s best.
Das Konzept wurde von der Schweizerin La Chanh Nguyen entworfen, die nun auf der Suche nach einem Hersteller ist, der die Matten für weniger als die von ihr aufgewendeten 220 Pfund vermarktet.
* Moos soll man auch ganz einfach selber züchten können: Bier mit etwas Zucker und irgendwo ausgegrabenem Moos mischen, die Masse in einer dicken Schicht auftragen und abwarten.
Man braucht keine Chemie, damit es zu Hause gut riecht und die Luft “sauber” ist. Es geht auch mit Pflanzen, wobei bestimmte Pflanzen mehr Sauerstoff produzieren als andere.
Wie stylish so ein Lufterfrischer aussehen kann, noch dazu mit Zusatznutzen, nämlich einer Beleuchtung, zeigt Paul Thomas Breathe Easy:
Nun sind sie in Düsseldorf zu Gast, die Litfaßsäulen mit den roten Pudelmützen. Putzig sehen sie ja aus, aber ich frage mich, wer die wohl gestrickt hat .
Die ‘Mützentour’ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung soll übrigens auf die Kampagne zur CO2-Gebäudesanierung aufmerksam machen. Wolfgang Tiefensee ist überzeugt, dass sich mit energieeffizienter Sanierung 50 bis 70 Prozent Heizkosten sparen lassen.
Ergänzend zu Susannas Energiespartipps möchte ich eine freudige Nachricht mit euch teilen:
Meine Stromabrechnung kam heute und anstatt wie üblich nachzuzahlen, erhalte ich dieses Jahr über 100 € zurück.
Im Vergleich zum Vorjahr habe ich ungefähr 1000 kWh weniger verbraucht. Zum grossen Teil schiebe ich das dem Austausch einer betagten Kühl-Gefrierkombination zu, die ich gegen ein Spargerät mit einem kleineren Gefrierabteil getauscht habe. Seitdem funktioniert auch das regelmässige abtauen viel besser, ist sozusagen in einer halben Stunde erledigt.
Also, schaut mal, was an euren Haushaltsgrossgeräten Stromfresser sein könnte, eine Modernisierung bringt wirklich was!
Endlich mal eine Blogparade (oder sollte ich heute lieber sagen: Blogkarneval) mit Nutzwert für alle. Er wurde am Wochenende von Brandt Aktuell gestartet und sammelt heiße Tipps, wie im Lande Energie gespart wird oder noch mehr gespart werden kann. Dann wollen wir mal auch nicht mit unseren besten Sparmaßnahmen geizen. Sie kommen diesmal ganz klassisch aus dem Bereich Haushalt:
1. Cool bleiben!
Die Waschmaschine muß nicht bis zur Maximaltemperatur des Waschguts aufgeheizt werden. Auch kälteres oder kaltes Wasser tut bei normal verschmutzter Wäsche den gleichen Dienst. Die modernen Waschmittel sind alle so ausgereift, dass es Kochwäsche nur noch in seltenen Fällen geben muß (Kranke und ganz kleine Babies): Die Wäsche wird trotzdem sauber. Und keimfrei erreichen wir mit 60° genauso wenig wie mit 30°. Außerdem wechseln wir unsere T-Shirts, Handtücher und Socken heute sowieso sehr oft, sodass sie garnicht stark verschmutzt wieder in der Maschine landen. Dann lieber cool bleiben, Kurzprogramme wählen und die Waschmaschine auch gut füllen.
2. Vollmachen!
Voll ist gut – das gilt auch für Kühlschränke und Tiefkühltruhen. Knackpunkt ist die Luft, die beim Öffnen der Tür mit der Außenwelt ausgetauscht wird. Dabei gelangt wärmere Luft in den Kühlschrank und die muß wieder gekühlt werden. In einem vollen Gerät gibt es nicht so viel Luft, es hält also di Temperatur besser. Also schnell Tür auf und zu – und immer gut gefüllt halten.
3. Luft heranlassen!
Es geht viel öfter ohne Trockner, als man glaubt. Wer im Sommer die Wäsche elektrisch trocknet, obwohl es im Garten oder auf dem Speicher Wäscheleinen gibt, verschwendet Energie (naja, wenn die Lieblingshose unbedingt wieder zum Einsatz kommen soll, kann man vielleicht mal eine Ausnahme machen Oder besser planen!). Auch im Winter findet sich sicher ein Plätzchen, um über der Badewanne Leinen zu spannen oder einen Klappwäschetrockner aufzustellen. So kann der Trockner auch in der kalten Jahreszeit ab und zu pausieren. Dazu gibts es den Bonus, das die Wäsche weniger stark beansprucht wird.
4. Luft hereinlassen!
Im Sommer gewöhnt man sich schnell an immer offen stehende Türen und Fenster. Wenn geheizt wird, sollte man schleunigst dichtmachen und die regelmäßige Sauerstoffzufuhr mit gezieltem Lüften (Stoßlüftung) regeln. 10 Minuten alles aufreißen und dann schnell wieder Fenster zu. So geht am wenigsten Wärme verloren. Auch heruntergelassene Rolläden sparen etwas Energie und halten nachts die Wärme im Haus.
5. Alles aus!
Schaut Euch kritisch im Haus um: läuft da ein Fernseher Standby, auch wenn er erst abends wieder zum Einsatz kommt? Oder brummt das Radio, weil es zwar nicht eingeschaltet ist, aber immer noch Strom zieht? Muß das WLAN wirklich nachts herumfunken, auch wenn außer ein paar schlaflosen Wardrivern keiner mehr hinein will? Steckerleisten mit Schalter, über die man gleich mehrere Geräte ausschalten kann, machen Energiesparen bequem. Und über Nachtschaltung kann man das WLAN zeitgesteuert deaktivieren. Manche Geräte haben auch einen Schalter, mit dem man die Funktion WLAN auch direkt ausschalten kann.