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Archiv für die Kategorie ‘Green IT’

Green ITC – Checkliste fürs Büro

Sonntag, 19. Oktober 2008

Welche Unternehmen kommen heute noch ohne rechnergestützte Verwaltung und Kommunikation aus? In der Folge summieren sich Strom- und Ressourcenverbrauch, was nicht nur dem Ziel Klimaschutz zuwiderhandelt, sondern auch schlicht ein Kostenfaktor ist. Der Münchner Kreis, eine übernationale Vereinigung für Kommunikationsforschung, führt im Rahmen der diesjährigen Systems einen Workshop zu Green ITC durch. Thema wird unter anderem auch energieeffiziente IT in kleinen und mittleren Unternehmen sein (Programm des Workshops)
Wer schon einmal im eigenen Büro Hand anlegen will, um sein persönliches Planziel in Sachen CO2-Bilanz zu erreichen und dabei meist auch noch Geld zu sparen, kann diese Checkliste abarbeiten:

  1. Strom aus statt Standby: Viele Computer und Peripheriegeräte haben keinen Schalter, um sie komplett vom Netz zu nehmen. Manche Geräte (Fernseher) laufen sowieso meist im Standby-Betrieb. Wer beim Verlassen des Büros wirklich alles ausschalten will, hängt seine Geräte an eine Steckerleiste mit Schalter. Netter Nebeneffekt: Es gibt sie auch mit integriertem Überspannungsschutz.
  2. Energiesparlampen statt Glühbirnen (das sollte man wirklich nicht mehr erwähnen müssen)
  3. Computer aus: Wer in die Mittagspause geht, sollte ihn ganz abschalten. Für den Gang zum Kopierer reicht es, ihn in Standby zu versetzen. Daneben lohnt es sich, auch den Desktop-Rechner auf automatisches Energiesparen zu trimmen. Unter „Eigenschaften von Anzeige >> Bildschirmschoner >> Energieverwaltung“ kann man für Windows XP die passenden Werte einstellen. BTW: Bei TFT-Monitoren kann man sich den Bildschirmschoner selbst, der ja auch Energie kostet, sparen. Hier kann nichts mehr an(ein)brennen.
  4. Stromsparen im BIOS: Wer sich etwas mit den Einstellungen im BIOS auskennt, kann hier ebenfalls auf Stromsparen umschalten.
  5. (Manche) Drucker aus: Drucker verbrauchen auch im Standby-Betrieb oft viel Strom. Hier ist aber bei Tintenstrahlgeräten abzuwägen, ob man sie oft abschalten sollte, denn einige Geräte belohnen das Stromsparen mit einer Reinigung der Drucktechnik, was viel Tinte verbraucht. Da hilft nur ein Test, ob der eigene Drucker zu den Sündern gehört, und eine vorsichtige Auswahl, wenn ein neues Gerät fällig wird.
  6. WLAN aus: Wenn das Büro nicht besetzt ist, muss das WLAN nicht laufen. Viele Router haben einen Schalter, mit dem sich das WLAN abschalten lässt. Noch bequemer ist die Nachtschaltung im Wartungsmenü, über die man es zu einer festen Zeit ab- und wieder zuschalten kann.
  7. Nicht drucken, nur anschauen: Viele E-Mails, Informationen und Website-Inhalte müssen nicht ausgedruckt werden. Wenn praktische Gesichtspunkte oder Aufbewahrungspflichten nicht dagegen sprechen, sollte man auf den Ausdruck verzichten. Das ist zwar noch nicht das papierlose Büro, aber schon ein netter Anfang.
  8. Provider richtig wählen: Ob Ökostrom-betriebene Server oder CO2-neutrales Hosting – man kann durch die richtige Wahl des Providers tun. Hier und dort
    („Ökostrom“ auswählen)
    gibt es Listen von umweltbewußten Providern. Andere wie die Domainfactory gleichen ihren CO2-Ausstoß durch Ankauf von Emissionsminderungszertifikaten aus.
  9. Reparieren statt austauschen: Auch wenn unsere gesamte Elektroindustrie darauf getrimmt ist, uns das Reparieren von defekten Teilen so unangenehm wie möglich zu machen: Die Reparatur eines vorhandenen Gerätes ist gewöhnlich ressourcenschonender als der Neukauf. Das gilt auch dann, wenn das alte Gerät mehr Strom verbraucht als ein aktueller Ersatz, denn die Energie, die bei der Herstellung eines neuen Gerätes und der Entsorgung des alten verbraucht wird, ist hier nicht mit einberechnet.
  10. Neu kaufen mit Bedacht: Wenn dann doch ein neuer Rechner fällig ist, sollte man sich genau informieren. Nicht nur die Leistung ist wichtig, auch der Stromverbrauch bei Normalbetrieb und im Standby. Vielleicht reicht ja auch ein Laptop statt eines Standgeräts mit Tastatur und Monitor? Auch bei der Wahl der Herstellers sollte man darauf achten, wie das Unternehmen es mit der Umsetzung von Umweltschutz hält

Ergänzung:
Die Energiesparfunktionen finden sich bei SuSe-Linux im Modul KPowersave.